Mobilität Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung

FDP-Landtagsabgeordneter Jörg-Uwe Hahn und Landtagskandidat Thomas Schäfer zu Gast bei der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern

„Eine funktionierende Mobilität ist die Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung!“ bestätigt der FDP-Landtagsabgeordnete Jörg-Uwe Hahn die Einschätzung des Hauptgeschäftsführers der IHK-Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Gunther Quidde. Gemeinsam mit dem örtlichen Landtagskandidaten Thomas Schäfer besuchte der die IHK zu einem Gedankenaustausch über die wichtigsten Verkehrsprojekte für den Main-Kinzig-Kreis. „Leider ist in den vergangenen Jahren nur wenig passiert, um den Kreis besser an das Rhein-Main-Gebiet anzubinden.“ bedauert Thomas Schäfer, der auch Vorsitzender der Maintaler FDP-Fraktion ist. Aus seiner Sicht hat es die Landesregierung versäumt, mit Hochdruck Projekte wie den Riederwaldtunnel oder die Nordmainsche S-Bahn voran zu bringen. Jörg-Uwe Hahn ergänzte diese Einschätzung mit Blick auf seine Heimatstadt Bad Vilbel: „Der größte Teil der Verkehrsprobleme in Bad Vilbel resultiert daraus, dass der Main-Kinzig-Kreis nicht vernünftig an Frankfurt angeschlossen ist.“ Beide Freien Demokraten setzen sich deshalb dafür ein, dass einen gemeinsamen, abgestimmten und verbindlichen Generalverkehrsplan für das Rhein-Main-Gebiet gibt. „Der Verkehr hört weder an der Frankfurter Stadtgrenze noch an den Kreisgrenzen von Main-Kinzig und der Wetterau auf!“ so Jörg-Uwe Hahn und Thomas Schäfer unisono.

IHK-Hauptgeschäftsführer Gunther Quidde und Abteilungsleiterin Raija Hawly stellten den Forderungskatalog der örtlichen Wirtschaft zur Mobilität vor. „Wir haben die 11 wichtigsten Verkehrsprojekte identifiziert, die für den Kreis realisiert werden müssen.“ so Gunther Quidde, der dabei neben den bekannten Großprojekten im Kreis selbst auch auf Projekte in den angrenzenden Kreisen verwies. „Im Bereich Eisenbahn sind auch der Ausbau der S6 nach Friedberg und die Elektrifizierung des Stockheimer Lieschens aus unserer Sicht essenziel.“ Ergänzte die Leiterin der Fachabteilung Raija Hawlik. Die IHK sieht im gesamten Rhein-Main-Gebiet eine signifikante Entwicklung der Bevölkerung und der Wirtschaft, die den Druck auf die Verkehrswege erhöhen wird. So werden zu den seit 2012 geschaffenen 128.000 neuen Stellen in 2018 voraussichtlich weitere 50.000 weitere neue Stellen hinzukommen. Der wohnraumbedarf bis 2030 wird sich um 184.000 Wohnungen erhöhen. „Wenn wir da nicht schnell handeln, werden wir einen Verkehrskollaps im Main-Kinzig-Kreis erleben und weiter an Boden im Wettbewerb verlieren.“ zeigt sich Gunther Quidde besorgt.

„Die Mobilitätspolitik muss im Mittelpunkt des Handelns eines künftigen Wirtschaftsministers stehen.“ formuliert Thomas Schäfer eine klare Erwartung an die kommende Landesregierung. Es müssen wieder Verkehrswege neu gebaut werden und die Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigt werden. Dies sei eine Kernforderung der Freien Demokraten. „Die Landesregierung hat in den vergangenen Jahren falsche Prioritäten gesetzt und sich im Nichts-Tun gefallen.“ zieht Jörg-Uwe Hahn eine für den Kreis fatale Bilanz der auslaufenden Legislaturperiode. Dies könne man daran sehen, wie positiv sich Regionen entwickeln, die bereits früher gut erschlossen wurden. „Entlang der bestehenden Autobahntrassen und Schienentrassen wachsen die Gewerbegebiete und können die Menschen einfach zur Arbeit gelangen. Dies ist in Main-Kinzig oft nur schwer möglich.“ so Jörg-Uwe Hahn. Beide Freien Demokraten wollen daher gemeinsam dafür sorgen, dass die Bedürfnisse des Main-Kinzig-Kreises im kommenden Landtag mehr Gehör finden, bei der Mobilität aber nicht nur dort. „Wir wollen, dass die Wirtschaft des Kreises wieder eine Ansprechpartner in Wiesbaden hat, der für sie etwas bewegt.“ formuliert Thomas Schäfer das FDP-Ziel abschließend.